Der erzwungene Umzug eines Fußballvereins

Befinden sich ein einer Stadt zwei verfeindete Fußballvereine, deren städtische Stadien in enger Nachbarschaft stehen, so begegnet es keinen Bedenken, wenn die Stadt einem der beiden Vereine zur räumlichen Entzerrung der Situation ein anderes städtisches Stadion für den Trainings- und Spielbetrieb zuweist.

In einem jetzt vom Verwaltungsgericht Frankfurt am Main entschiedenen Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ging es um eben diese Situation in Bad Homburg: Die Stadt Bad Homburg, Antragsgegnerin, will die Trainings- und Spielstätte des Antragstellers von dem Sportgelände „Sandelmühle“ zum „Sportzentrum Nordwest“ verlegen. Der antragstellende Verein hat gegen die betreffende Verfügung der Antragsgegnerin Widerspruch eingelegt und einstweiligen Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt am Main beantragt. Er will damit sicherstellen, dass er die Sportanlage „Sandelmühle“ weiter wie bisher benutzen kann.

Er sei im Gespräch mit der Antragsgegnerin gewesen, dort ein Vereinsheim zu errichten. Die Verlegung stelle sich nach seiner Einschätzung als Bestrafungsaktion dar, da es im Mai 2011 zu gewalttätigen Ausschreitungen bei einem Gruppenligaspiel zwischen ihm und einem weiteren Bad Homburger Fußballverein gekommen sei. Hierfür sei er allerdings nicht verantwortlich. Der von der Antragsgegnerin für die Verlegung angegebene Grund, eine Optimierung der Ausnutzung der Spielstätten zu erreichen, sei vorgeschoben. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb bei der zusätzlich gegebenen Begründung, Trainings- und Spielstätten beider Gruppenligavereine sollten räumlich entzerrt werden, der Antragsteller habe weichen müssen ...

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