Auch bei hoher Laufleistung keine Verweisung auf freie Werkstatt

Das Landgericht Saarbrücken hat mit Urteil vom 8. April 2011 (Az.: 13 S 152/10) entschieden, dass sich ein Unfallgeschädigter, dessen Fahrzeug noch keine drei Jahre alt ist, vom Versicherer des Unfallverursachers grundsätzlich nicht auf eine Reparatur durch eine freie Werkstatt verweisen lassen muss. Das gilt auch dann, wenn das Fahrzeug eine sehr hohe Laufleistung aufweist. Regelmäßig kommt es über die Frage zu Streit, ob ein Geschädigter dazu verpflichtet ist, sein Fahrzeug in einer freien Werkstatt reparieren zu lassen. Mit der o.g. Entscheidung hat nun ein Gericht auch die Frage geklärt, welche Bedeutung der Laufleistung des Fahrzeugs zukommt. Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde. Ein Taxiunternehmer hatte geklagt, dessen Fahrzeug unverschuldet in einen Unfall verwickelt worden war. Zwar erhob der Kfz-Versicherer des Unfallverursachers keine Einwände zum Grund seiner Leistungsverpflichtung, jedoch gab es Streit über die Höhe der zu zahlenden Entschädigung, da der Kläger den Schaden nämlich auf Basis eines Sachverständigen-Gutachtens abrechnen wollte, das eine Reparatur in einer Fachwerkstatt vorsah ...Zum vollständigen Artikel


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