Schmerzensgeld wegen unfachmännischer Haarentkrausung

Eine misslungene Haarentkrausung kann zu einem Schmerzensgeldanspruch führen. So hat das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen einer Friseurkundin, die bei einer in einem Friseursalon durchgeführten Haarentkrausung schwerwiegende Verletzungen wie Verätzungen am Kopf erlitt, ein Schmerzensgeld von 4.000,00 Euro zugesprochen.

Die Klägerin besuchte im Oktober 2009 den Friseursalon des Beklagten, um sich ihre Haare am Kopf entkrausen zu lassen. Wegen unfachmännischer Behandlung bei der Haarglättung im Salon des Beklagten (u.a. wurde die verwendete Lauge nicht sorgfältig ausgespült) erlitt sie Hautverätzungen am Kopf, an denen sie mehrere Monate litt. Sie musste sich deswegen das Haupthaar komplett entfernen lassen und etwa ein halbes Jahr lang eine Perücke tragen. Dauerhafte Schäden sind nicht verblieben.

Vor dem Landgericht Bremen forderte die Klägerin vom Beklagten neben dem Ersatz von Verdienstausfall und sonstigen Kosten ein Schmerzensgeld von 5.000,00 Euro ...

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