Auch ein Geistlicher muss allgemeines Persönlichkeitsrecht und Ehrschutz Dritter beachten

Das Bundesverwaltungsgericht entschied mit Beschluss vom 08.08.2011 (7 B 41.11), dass im Rahmen einer Predigt die religiöse Äußerungsfreiheit keinen Vorrang vor den Belangen des Persönlichkeits- und Ehrenrechtsschutzes habe.

Ein Bischof hatte in einer Predigt einen Autor namentlich benannt und dessen Thesen kommentiert. Dabei stellte er eine These des Autors zur Kindstötung genau verkehrt dar. Die Predigt wurde später ebenfalls im Internet veröffentlicht. Der Autor ließ den Bischof abmahnen, jener änderte nur die Predigt online ab und verweigerte die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung der dem Autor entstandenen Anwaltskosten für die Abmahnung.

Der Autor klagte – und bekam nun dahingehend Recht, dass zwar das allgemeine Persönlichkeitsrecht nach Art ...

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