LG Hamburg: Ein aus „Germany’s next Topmodel” bekannter Stylist hat keinen Unterlassungsanspruch gegen Vereinnahmung in Form eines ähnlichen “Typen” durch Mobilfunkanbieter in dessen Werbung

LG Hamburg, Urteil vom 11.08.2011, Az. 324 O 134/11 - nicht rechtskräftig §§ 823 Abs. 1; 1004 BGB

Das LG Hamburg hat entschieden, dass ein aus dem Fernsehformat „Germany’s next Topmodel” als „Hair & Makeup Artist” bekannter Stylist keinen Unterlassungsanspruch gegen ein Mobilfunkunternehmen besitzt, wenn dieses eine Kunstfigur (”Andy”) zur Bewerbung ihres Mobilfunkangebotes verwendet, welches hinsichtlich Frisur und Dreitagebart Ähnlichkeiten mit dem klagenden Stylist hat. Zitat aus der Pressemitteilung des LG Hamburg vom 11.08.2011: “Die Beklagte betreibt ein Mobilfunkunternehmen. Sie führte 2010 eine Werbekampagne durch, deren zentrales Element die Kunstfigur „Andy” war, die von einem Schauspieler verkörpert wurde. Die Werbefilme der Beklagten waren überwiegend so strukturiert, dass „Andy” zunächst in einem bestimmten „Style” auftrat, z.B. als „Rapper”, „Hippie”, „Emo” oder „Funkenmariechen”. Im Verlauf des Spots legte er Teile seiner Verkleidung ab und teilte dem Zuschauer mit, er wolle seinen „Style” wechseln. Auch dem Zuschauer schlug „Andy” einen Wechsel vor, nämlich zum Mobilfunkangebot der Beklagten.

Der Kläger meint, er sei von der Beklagten in unzulässiger Weise zu Werbezwecken vereinnahmt worden, da ihm die Kunstfigur „Andy” zum Verwechseln ähnlich sehe. Nicht nur seine äußeren Merkmale, sondern auch Stimme, Artikulation, Gestik und Körperbewegung würden durch „Andy” kopiert. Selbst seine Eltern hätten „Andy” nicht von ihrem Sohn unterscheiden können ...

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