Lange Werbung belästigt Kinder

Eigener Leitsatz:

Werbebanner, die in die Seite eines Browserspiels eingebettet sind und den Bildern der Browserspiele ähneln, können von dem relevanten Verkehrskreis nicht als Werbung erkannt werden, sodass ein Verstoß gegen § 4 Nr. 3 UWG vorliegt. Wenn der Verbraucher vor Start des Browserspiels einer 20-sekündigen Werbung mittels Interstitials ohne Beseitigungsmöglichkeit ausgesetzt ist, ist eine unzumutbare Belästigung gegeben, gemäß § 7 Abs. 1 S.1 UWG.

Landgericht Berlin

Urteil vom 14.09.2010

Az.: 103 O 43/10

Die Beklagte wird verurteilt, es bei Vermeidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250,000,00 �, ersatzweise Ordnungshaft bis zu 6 Monaten oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, diese zu vollstrecken am Geschäftsführer, zu unterlassen, 1. im geschäftlichen Verkehr im Internet auf einer Seite für kostenlose Browserspiele wie in Anlage K 2 abgebildet Werbebanner einzublenden, 2. im geschäftlichen Verkehr im Internet auf einer Seite für kostenlose Browserspiele, vor dem Start eines Spieles Werbebanner in der Weise einzublenden, dass der Banner erst nach 20 Sekunden automatisch verschwindet und erst dann mit dem Spiel begonnen werden kann, ohne dass dem Nutzer vorher die Möglichkeit eingeräumt wird, den Werbebanner durch Klicken eines Buttons zu beseitigen. II. Die Beklagte wird verurteilt; an den Kläger 200,00 � nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 11.05.2010 zu zahlen. III. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. IV. Von den Kosten des Rechtsstreits tragen der Kläger 1/4 , die Beklagte 3/4. V. Das Urteil ist zu Ziffer I. 1. und I.2. gegen Sicherheitsleistung in Höhe von je 15 ...Zum vollständigen Artikel

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