Einspruch häufig lohnenswert

Einspruch gegen den Steuerbescheid häufig lohnenswert

Bei mehr als der Hälfte ihrer Einsprüche bekommen Steuerzahler Recht. Da kann sich der Widerstand gegen den Bescheid vom Finanzamt lohnen. Die Bundesbürger hatten allein im Jahr 2009 rund 5,3 Millionen Einsprüche eingelegt, um ihre Ansprüche gegen das Finanzamt geltend zu machen. In dieser beachtlichen Zahl waren damals noch nicht einmal die Rechtsbehelfe gegen den verfassungswidrigen Einschnitt beim häuslichen Arbeitszimmer enthalten. Dabei ist der Erfolg beachtlich, denn von den entschiedenen Einsprüchen gingen ca. 68 Prozent zugunsten der Steuerzahler aus. In den übrigen Fällen gibt es oft immerhin noch einen Teilerfolg, nur rund elf Prozent der Einsprüche werden vom Finanzamt komplett abgelehnt. Die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart weist aufgrund dieser offiziellen statischen Daten des Bundesfinanzministeriums darauf hin, dass Bürger bares Geld verschenken, wenn sie beispielsweise ihren gerade erhaltenen oder in Kürze anstehenden Einkommensteuerbescheid für 2010 ungeprüft zu den Akten legen. Denn es zahlt sich aus, gegen den Bescheid vorzugehen. Zahlendreher, selbst vergessene oder vom Finanzamt gestrichene Abzugsposten und vor allem unberücksichtigte Urteile sowie Erlasse sollten stets Anlass für ein Vorgehen gegen die Inhalte der Bescheide sein. „Zumal das Finanzamt für die Bearbeitung des Einspruchs unabhängig vom Ausgang des Verfahrens keine Kosten berechnet“, betont Steuerberater Alexander Michelutti von Ebner Stolz Mönning Bachem. Bekommen Bürger erst nach langem Hin und Her Recht, wird die Erstattung zudem noch verzinst. Ist im eigenen Rechtsstreit bereits ein ähnliches Verfahren bei den Gerichten anhängig, können Bürger problemlos darauf verweisen und brauchen keine eigene Begründung einzureichen. Geht das fremde Verfahren positiv aus, profitieren sie automatisch ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK