Rezension Sozialrecht: SGB VIII

Kunkel (Hrsg.), Sozialgesetzbuch VIII, 4. Auflage, Nomos 2011 Von Rechtsreferendar Marcus Heinemann, Dipl.-Verw. (FH), Hamburg Mit Ablösung des zuvor geltenden Jugendwohlfahrtsgesetzes ist das Kinder- und Jugendhilferecht durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz seit dem 01.01.1991 im SGB VIII statuiert. Aus den zahlreichen Änderungen, die seitdem vorgenommen wurden, sind die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz durch das Schwangeren- und Familienhilfegesetz, das das Gesetz zur Vereinheitlichung des Unterhalts minderjähriger Kinder, Kindschaftsrechtsreformgesetz und das Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung zu nennen. Entsprechend der Zielsetzung in § 1 I, III SGB III soll die Kinder- und Jugendhilfe junge Menschen in ihrer sozialen Entwicklung fördern und zur Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit helfen. Eine Besonderheit des vorliegenden Kommentars stellt die planerische, dogmatisch anmutende Akribie des Herstellungsprozesses dieses Werkes dar, die von einem ganz eigenen Ethos zeugt. Es ist leicht daher gesagt, einen Kommentar Lehr- und Praxiskommentar zu nennen. Etwas anderes aber ist es, wenn man, wie hier geschehen, jede Kommentierung von einem „Professor“ und einem „Praktiker“ im Tandem bearbeiten lässt, wenn man, so das Vorwort zur ersten Auflage 1998, eine Tauglichkeitsprüfung vor Erscheinen durch Praktiker von Jugendämtern in Dresden und Meißen durchführen lässt, die Datenschutzkommentierung vom Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin gegenlesen lässt und die Vorschrift über die Beurkundung und Beglaubigung von einem Notar kommentieren lässt. Zu dieser im besten Sinne ernst gemeinten, fast liebevollen Akribie passen Kommentierungen wie etwa die folgende zu § 61 SGB VIII (Rn ...Zum vollständigen Artikel

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