Korruption in Indien: Eine Belastung für deutsche Investoren?

Print Indien liegt in Sachen Korruption gleichauf mit Liberia

Korruption in Indien ist kein neues Phänomen. Auf dem Korruptionsindex von Transparency International teilt sich der Subkontinent Platz 87 mit Staaten wie Liberia und Albanien (zum Vergleich: Deutschland belegt Platz 15).

Indiens Ansehen im Ausland leidet unter großen Korruptionsskandalen

Ausländische Unternehmen, die Geschäfte in Indien machen, können davon berichten, dass Korruption im Geschäftsalltag allgegenwärtig ist. Zuletzt wurde aber auch die internationale Öffentlichkeit auf Betrugs- und Korruptionsskandale von immensem Ausmaß aufmerksam. So schadeten die Berichte über die illegale Vergabe der 2G Telekommunikationslizenzen („2G spectrum financial scandal“) dem Ansehen Indiens im Ausland ganz beträchtlich. Offenbar hatte die Zentralregierung die Mobilfunklizenzen deutlich unter Wert bewertet, was den Staat nahezu 39 Mrd. US-Dollar kostete. Einer Verwicklung höchster Minister und Regierungsbeamter in diesen Skandal wird nachgegangen. Auch die Vergabepraxis während der Commonwealth Games 2010 war von Bestechung und Korruption geprägt.

Deutsche Investoren nehmen Korruption besorgt zur Kenntnis – Konsequenzen für Investitionen ziehen sie aber nicht

Es überrascht daher nicht, dass die Deutsch-Indische Handelskammer in ihrem „AHK Indien Business Monitor 2011“ bei einer repräsentativen Umfrage unter 175 deutschen Unternehmen in Indien herausgefunden hat, dass 85 Prozent der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass die neuesten Korruptionsenthüllungen in Indien das weltweite Ansehen des Landes beschädigt haben. Die Mehrheit der Befragten (86 Prozent) sieht hierdurch die Attraktivität Indiens als Investitionsstandort gefährdet. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings die Tatsache, dass die verbreitete Korruption in Indien die Bewertung des Landes als Investitionsziel bislang noch nicht negativ beeinflusst hat ...

Zum vollständigen Artikel

  • Indischer Aktivist verlässt Gefängnis – Jubelnd zum Hungerstreik

    sueddeutsche.de - 3 Leser - Fasten gegen die Korruption: Die indische Regierung beugt sich dem öffentlichen Druck und lässt den Aktivisten Anna Hazare auf einem Platz in Neu-Delhi 15 Tage lang hungern. Tausende Anhänger dürften sich dem 74-Jährigen anschließen - was die Regierung weiter in Bedrängnis bringen wird.

  • Korruption: Indien im Protestfieber

    zeit.de - 2 Leser - Lokalpolitiker Anna Hazare demonstriert mit Hungerstreiks gegen die Korruption – und gewinnt riesige Unterstützung. Sein Vorbild ist Gandhi. Von G. Blume, Neu Delhi

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK