Hilfe für Ostafrika – und ihre steuerlichen Auswirkungen

Durch die anhaltende Dürre sind in Ostafrika (Somalia, Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Uganda) Millionen von Menschen vom Hungertod bedroht. Die Fragen der steuerlichen Behandlung von Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der Opfer der Hungerkatastrophe in Ostafrika hat das Bundesministerium der Finanzen nun in einem Schreiben zusammengefasst, das für Hilfsmaßnahmen im Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis zum 31. Dezember 2011 gilt.

Inhalt[↑] I. Steuerliche Behandlung von Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen II. Lohnsteuer III. Spenden IV. Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften für durch die Hungerskatastrophe geschädigte Personen V. Umsatzsteuer I. Steuerliche Behandlung von Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen[↑] 1. Zuwendungen an Geschäftspartner

Wendet der Unternehmer seinen von der anhaltenden Dürre unmittelbar betroffenen Geschäftspartnern zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Geschäftsbeziehungen unentgelt-lich Leistungen aus seinem Betriebsvermögen zu, sind die Aufwendungen in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1 EStG ist insoweit aus Billigkeits-gründen nicht anzuwenden.

2. Sonstige Zuwendungen

Erfüllt die Zuwendung des Unternehmers unter diesen Gesichtspunkten nicht die Voraussetzungen für den Betriebsausgabenabzug, so ist aus allgemeinen Billigkeitserwägungen die Zuwendung von Wirtschaftsgütern oder sonstigen betrieblichen Nutzungen und Leistungen (nicht hingegen Geld) des Unternehmers aus einem inländischen Betriebsvermögen an durch die anhaltende Dürre unmittelbar geschädigten Unternehmen als Betriebsausgabe zu behandeln, die ohne Rücksicht auf § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1 EStG abgezogen werden darf.

II. Lohnsteuer[↑]

Aus Billigkeits- und Vereinfachungsgründen gilt Folgendes:

Unterstützung an Arbeitnehmer Beihilfen und Unterstützungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer können nach R 3.11 LStR 2011 steuerfrei sein. R 3 ...Zum vollständigen Artikel

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