Hartz IV kein Ersatz für Krankengeld

Kranke, denen voraussichtlich Krankengeld zusteht, sollen auch nicht vorübergehend von ALG II leben müssen. Das jedenfalls meint das Bayerische Landessozialgericht (LSG) in München in einem am Freitag, 19.08.2011, bekanntgegebenen Beschluss (AZ: L 5 KR 271/11 B ER). Es sprach damit einem Kläger schon im vorläufigen Rechtsschutz Krankengeld zu.

Kranke Arbeitnehmer haben zunächst sechs Wochen lang Anspruch auf Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber. Dauert die Krankheit länger an, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen Krankengeld, in der Regel 70 Prozent des letzten Bruttolohns.

In dem nun vom LSG entschiedenen Fall ging es um einen Krankenpfleger einer Justizvollzugsanstalt. Eine Psychiaterin hatte ihn wegen schwerer Depressionen krankgeschrieben. Ein Gutachter der Krankenkassen meinte allerdings, die psychischen Probleme des Mannes gingen allein auf Konflikte an seinem Arbeitsplatz zurück und ließen sich durch eine innerbetriebliche Umsetzung beheben. Die Kasse stellte daraufhin ihre Krankengeldzahlungen ein ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK