Studie: Grenzüberschreitende Vergaben liegen unter 2 %

Ramboll Management Consulting – den meisten Lesern wohl noch durch die Ramboll-Studie zur Prozesskostenmessung bei der öffentlichen Auftragsvergabe im Vorfeld der letzten nationalen Vergaberechtsreform ein Begriff – erstellte im Auftrag der EU-Kommission, Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen, eine Studie zu grenzüberschreitende Vergaben. Anlass war die aktuellen Evaluierung der EU-Vergaberichtlinien (wir berichteten): Wie die Studie zeigt, werden in Europa nur 1,6% aller Aufträge direkt grenzüberschreitend vergeben. Interessant: Von den Aufträgen, die deutsche Auftraggeber direkt grenzüberschreitend vergeben, werden 51% an Auftragnehmer aus Österreich vergeben.

Ziel verfehlt

Ein Ziel der EU-Vergaberichtlinien ist es u.a., grenzüberschreitende Vergaben zu fördern. Dieses Ziel wird mit den aktuellen Vorschriften nicht erreicht. Wie die Studie zeigt, werden in Europa allerdings nur 1,6% aller Aufträge direkt grenzüberschreitend vergeben. Diese Vergaben machen 3,5% des gesamten Vergabevolumens aus. Weitere 11,4% der Vergaben (13,4% des Volumens) werden indirekt grenzüberschreitend vergeben, d.h. an Niederlassungen ausländischer Unternehmen.

Das generell niedrige Niveau kann unter anderem dadurch erklärt werden, dass der größte Teil der Vergaben Bau- und Dienstleistungen betrifft. Diese werden generell weniger oft grenzüberschreitend vergeben als Lieferleistungen.

Deutschland

In Deutschland sind die Anteile der grenzüberschreitenden Vergaben geringer als im EU-Durchschnitt. 1,5% der Vergaben (1,7% des Volumens) werden direkt und 8,1% der Vergaben (9,6% des Volumens) indirekt grenzüberschreitend vergeben. Dies ist angesichts der Größe Deutschland nicht überraschend ...

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