Sperrfristen - der Arbeitsagentur liebstes Kind

Kollege Munzinger berichtet von der Geschichte einer Arbeitnehmerin in Elternzeit, welche einen Aufhebungsvertrag zeichnete und aufgrund eines Vorstellungsgespräches die gesetzliche Frist zur Arbeitslosmeldung verpasst hat, was eine Sperre zur Folge hatte (siehe hier: http://philorama.blogspot.com/2011/08/die-gesetze-sind-fur-den-burger-da.html ).

Das mit den Sperrfristen ist so eine Sache - man kriegt sie schneller übergebraten, als man so denkt!

Prinzipiell muss man sich drei Monate vor dem (bekannten) Ende des Arbeitsverhältnisses bei der Arbeitsagentur melden. Das kann natürlich nicht immer eingehalten werden, weil man in den allermeisten Fällen vom drohenden Ende des Arbeitsverhältnisses lediglich im Rahmen der Kündigungsfrist erfährt. Das ist dann meist nicht allzu dramatisch. Jedoch gilt bei Kündigung immer: der erste Gang ist der zur Arbeitsagentur, der zweite dann sofort zum Anwalt! Manch einer kommt auf den Trichter, sich schon weit vor der Dreimonatsfrist bei der Arbeitsagentur zu melden (etwa, weil es ein befristetes Arbeitsverhältnis ist, von dem der Arbeitnehmer schon viel früher erfährt, dass es nicht verlängert wird). Das kann man sich allerdings getrost schenken, weil einem genau das dann zum Vorwurf gemacht wird. Das zieht zwar keine Sperre nach sich, aber man wird auch nicht schonmal erfasst, wenn man schon mal da ist, sondern auf die Dreimonatsfrist verwiesen - nicht selten wird genau die dann aber vergessen, weil man ja schon bei der Agentur war und der irrigen Meinung ist, sich ja schon gemeldet zu haben.

Lieber künftiger Arbeitsloser: Fristen sind einzuhalten und zwar in jede Richtung! Zu früh gemeldet ist auch verpasst! Klingt komisch - ist aber so!

Die beliebtesten Sperrfristen sind die wegen vermeindlich selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit. Grob gesagt gibt es hierfür drei wesentliche Begründungen: 1. Eigenkündigung 2 ...

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