H & M – Zack, Wumm!

Was war das für eine Show?

Deutschland ist ja so friedlich, zumindest nach einem Urlaub in Großbritannien. Hier finden die Straßenkämpfe zwischen schwedischen Modeketten (H & M) und deren Betriebsräten statt – zivilisiert vor dem Arbeitsgericht. Der Austragungsort schien aber das einzig zivilisierte Element gewesen zu sein.

Im Modehaus meinte der Betriebsrat, es müsse mehr Personal her, die Geschäftsleitung meinte das Gegenteil. Angeblich deshalb, um den Druck zu erhöhen, stimmte der Betriebsrat mehrfach den Dienstplänen nicht zu. Das kann theoretisch böse werden, denn dann kann man eigentlich nicht arbeiten – das Modehaus müsste geschlossen bleiben.

Die Geschäftsleitung hat dann beim Arbeitsgericht – von großem Medienrummel begleitet – ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Betriebsrat eingeleitet. Das ist das letzte Mittel gegen kriminelle Betriebsräte oder solche, die ihr Amt missbrauchen. Deshalb ist der Antrag hier auch offensichtlich, für jedermann erkennbar und ohne Frage aussichtslos gewesen. Das hat auch die zuständige Richterin in der ersten Anhörung erklärt, worauf hin H & M sagte, man habe das „nur juristisch klären wollen“ und nehme den Antrag zurück.

Außer Spesen nichts gewesen, von der schlechten Presse mal abgesehen.

Die „Strategie“, erst voll mit dem Kopf vor die Wand zu rennen und dann klein beizugeben, kann insgesamt ja nicht auf besonders ausgefeilter juristischer Analyse beruhen ...

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