Das Sozialgericht Hannover zur Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Rechtsanwalts

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Haben Sie als Bürger oder vielleicht sogar als Rechtsanwalt schon einmal mit einem JobCenter in Hartz-IV-Angelegenheiten zu tun gehabt? Nein? Sie Glückliche(r)?

Ohne die mir durch einen Mitstreiter des Grundgesetzaktivisten unterstellte Profilneurose zu arg strapazieren zu wollen: ich halte mich für einigermassen rechtskundig und darüber hinaus sogar für hinreichend belastbar, und trotzdem bereiten mir diese Verfahren gegen die JobCenter eigentlich nie einen besonders grossen Spass, denn sie sind ausserordentlich mühselig – und manchmal zweifelt man auch nicht nur an seinem gesunden, sondern auch seinem Rechtsverstand. Aber sie sind inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil eines grossen Teils der Verfahren, die man als Fachanwalt für Familienrecht so zu betreuen hat. Bei der Trennung sind Viele schneller beim JobCenter angekommen, als sie sich das jemals in ihren schlimmsten Albträumen vorgestellt hätten…

Wenn man dann den durchaus regen Schriftverkehr mit der Behörde führt, dann gewinnt man allerdings schnell und oft den Eindruck, als ginge es den dortigen Mitarbeitern ähnlich: Überforderung an allen Orten! Es ist also eher das System, an dem alle Seiten verzweifeln. Die Lektüre schon eines „computergestützt“ erstellten Ausgangsbescheides kann alle an dem Verfahren Beteiligten an den Rande eines Nervenzusammenbruchs bringen…

Nur, wenn das schon den dortigen Mitarbeitern und den eingeschalteten Rechtsanwälten so geht, wie müssen sich dann erst die eigentlich Betroffenen (oder sollte ich gleich Opfer sagen) fühlen? Man kann nachempfinden, wenn sich diese in der Regel Rechtsunkundigen und nicht besonders „Behördengewohnten“ sehr schnell überfordert sehen – und dann eben doch das eine oder andere Mal sich anwaltliche Hilfe versichern, sozusagen im Rahmen einer „gefühlten Chancengleichheit“ ...

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