Fussball: Mitarbeiter der TSG Hoffenheim „beschallt“ gegnerische Fans

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Es ist ja immer wieder nett, wenn man auch im gegnerischen Stadion die Hymne „96, Alte Liebe!“ hört – das fördert den Gemeinsinn der Fans, hebt die Stimmung, verbessert das Klima.

Und so ist man im ersten Augenblick durchaus positiv überrascht, wenn man hört, dass sich ein Mitarbeiter der TSG 1899 Hoffenheim – angeblich ohne Kenntnis irgendeines anderen Verantwortlichen dort – die Mühe macht, extra eine Lautsprecheranlage zu bauen und diese direkt unter halb des gegnerischen Fanblocks aufzustellen; das ist doch endlich mal Service am gegnerischen Fanlager, welches sich ja ansonsten in der Fremde regelmässig eher stiefmütterlich behandelt fühlt.

Doch, oh Graus, der Mitarbeiter von der SAP-Unterabteilung Fussball muss etwas falsch verstanden haben, denn in den Spielen des TSG „Hopp“elheim gegen Dortmund, Mainz, Köln und Frankfurt kam aus der so liebvoll selbstgebastelten Anlage nicht etwa die Vereinshymne der gegnerischen Mannschaft, es tönten daraus auch keine Anfeuerungen für diese Teams oder gar die Anweisungen des Capos (also des Koordinators der Fangesänge) der gegnerischen Ultras – Nein, aus den dortigen Lautsprechern entwichen zielgerichtet hochfrequente Töne, die als extrem laut, kreischend und piepsend beschrieben werden – und bei einigen Anhängern des amtierenden Deutschen Meisters zu Hörstürzen geführt haben sollen.

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft und der DfB gegen die Verantwortlichen und wohl auch gegen den Retortenclub selbst, und die Beschallungsanlage wird einer gutachterlichen Überprüfung ob ihrer Eignung zur Körperverletzung unterzogen; so gibt es jetzt erste Informationen über die Beschaffenheit des Geräts: Die Apparatur ist 130 x 100 Zentimeter groß und damit ziemlich unübersehbar; es handelt sich nach Angaben der Polizei um zwei über einen Verstärker betriebene Druckkammer-Lautsprecher, die über ein ca ...

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