Deutschlands Arbeitsgerichte (9) – Ulm

Nach einer „Sommerpause“ soll sich der Blog wieder einem weiteren Arbeitsgericht widmen: Ulm, Universitätsstadt, 120.000 Einwohner, Ulmer Münster, 161,53 Meter hoch und damit der höchste Kirchturm der Welt, ICE-Haltepunkt – es gibt so einiges in dieser Stadt. Und auch ein Arbeitsgericht, das im Justiz- oder Behördenzentrum Zeughausgasse untergebracht ist.

Wer aus Nordrhein-Westfalen kommt und „Justizzentrum“ oder „Behördenzentrum“ hört, der befürchtet das Schlimmste! Hierzulande verbergen sich hinter solchen Bezeichnungen gesichtslose Bauten, die weder ansehnlich sind, noch sich wegen dieses Umstands unauffällig in ihre Nachbarschaft einfügen oder gar verstecken. Was also hat Ulm in dieser Hinsicht zu bieten?

Ursprünglich befand sich das Arbeitsgericht gemeinsam mit dem Sozialgericht in einem 9stöckigen Hochhaus gegenüber dem Justizgebäude. Der Raum war knapp, der Bedarf groß, so dass schon in den 1970er-Jahren die Idee einer gemeinsamen Unterbringung von Arbeits- und Sozialgericht nebst weiterer Behörden an anderer Stelle entstand. Hierzu wurde schließlich der Stadtteil „Auf dem Kreuz“ auserkoren, obwohl dieser Ende der 1970er Jahre ein eher heruntergekommenes Problemviertel war. Das heutige Gelände war Anfang damals immer noch eine Nachkriegswüste, heruntergekommene Baracken und Garagen neben Mietshäusern. Die Planung für das neue Gerichts- und Behördenzentrum begann Ende der 70er Jahre.

Das Behördenzentrum befindet sich auf dem ehemaligen Zeughausgelände, das aus zahlreichen Gebäuden und Erweiterungen bestand und erst im Dezember 1944 einem Luftangriff zum Opfer fiel. Die Anfänge dieser Bebauung gingen bis in das 15. Jahrhundert zurück und verdeutlichten die Entwicklung und Eigenständigkeit Ulms.

Das Behördenzentrum wurde durch die Architekten des staatlichen Hochbauamtes I Ulm entworfen. Dabei sollte die Neubebauung harmonisch mit den noch vorhandenen Altbauten verbunden werden ...

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