Die PayPal-Falle

Bis vor kurzem war ich mir nicht bewusst, welche Gefahren das Bezahlsystem PayPal für die PayPal nutzenden Verkäufer birgt. Ein aktuelles Mandat belehrte mich eines Besseren: Die Mandantin schließt als Privat-Verkäuferin einer gebrauchten Lederjacke über eBay einen Kaufvertrag. Der Kaufpreis beträgt 81,96 EUR. Der Käufer bittet darum, den Kauf über PayPal abzuwickeln. Die Mandantin stimmt zu und eröffnet ein PayPal-Konto. Der Käufer bezahlt den Kaufpreis über PayPal, beschwert sich aber nach Erhalt der Jacke über die Größe und darüber, dass der Markenname der Jacke nicht auf den Knöpfen zu finden sei. Er verlangt Rückabwicklung, die Mandantin verweigert dies, mit der Jacke sei ja alles in Ordnung. Der Käufer beschwert sich bei PayPal. Nun fordert PayPal die Mandantin per E-Mail zur Stellungnahme innerhalb einer Frist von 7 Tagen auf. Die Mandantin, die nur selten im Internet unterwegs ist, reagiert hierauf nicht. Nun erstattet PayPal dem Käufer 50 EUR und bucht diesen Betrag vom PayPal-Konto der Mandantin ab. Der Käufer ist freilich nach wie vor im Besitz der Jacke. Gut einen Monat später erhält die Mandantin erneut eine E-Mail von PayPal, in der es heißt: Ihr PayPal-Konto ist kürzlich ins Minus gefallen. Um Ihr PayPal-Konto auch weiterhin in vollem Umfang nutzen zu können, gleichen Sie Ihr Konto aus, sodass Ihr Guthaben mindestens Null beträgt. Die Mandantin gleicht Ihr PayPal-Konto nicht aus und bekommt ca. 14 Tage später eine E-Mail und ein Telefax gleichen Inhalts von einer Hamburger Rechtsanwaltskanzlei, die mitunter dafür bekannt ist, dass sie für namhafte Telekommunikationsanbieter das Inkasso betreibt ...Zum vollständigen Artikel

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