Spannendes Finale (oder Fortsetzung folgt): Das CCS-Gesetz im Bundesrat

(c) Uta Herbert / PIXELIO (www.pixelio.de)

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und auch die gesetzliche Regelung für die CO2-Abscheidung und -Speicherung (engl. Carbon Dioxide Capture and Storage, kurz CCS) nimmt wieder Fahrt auf. Am 7. Juli 2011 hat der Bundestag den Gesetzentwurf (Drs. zum Gesetzentwurf) der Bundesregierung beraten und beschlossen – allerlei Bedenken zum Trotz, die noch längst nicht ausgeräumt sind.

Geht es nach Bundesregierung und Bundestag, sollen die Bundesländer selbst entscheiden, in welchen Gebieten ihres Landes CCS-Projekte zulässig oder unzulässig sein sollen. Verschiedene Landesregierungen aber stehen CCS-Projekten skeptisch gegenüber.

Während die Befürworter der CCS-Technologie darin eine Perspektive sehen, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu verringern, sehen die Gegner in der neuen Technologie Gefahren z. B. bei möglichen Leckagen und Störungen des gesamten Grundwassersystems. Auch wird gegen CCS angeführt, dass diese Gebiete für jede andere Nutzung (z. B. Geothermie oder Druckluftspeicher) für immer verloren sind.

Auch vor dem Hintergrund der entschiedenen Opposition gegen die Pläne zur Kohlendioxid-Verpressung durch Bürger und Kommunen in den für Speicheranlagen grundsätzlich geeigneten Regionen haben die norddeutschen Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen bereits angekündigt, durch eigene Landesgesetze von der Ausstiegsklausel im CCS-Gesetz Gebrauch zu machen und so die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid auf ihrem Gebiet zu verhindern. Einiges spricht dafür, dass in diesem Fall Brandenburg nicht das einzige Bundesland sein will, in dem Speicherstätten errichtet werden, und auch aussteigt. Auch Sachsen-Anhalt, welches in der Altmark einen leer gepumpten natürlichen Gasspeicher als mögliches CCS-Gebiet hat, wird sich noch deutlicher politisch entscheiden müssen: Pro oder Contra CCS ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK