Zeugnis: "Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute"

LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 03.02.2011, 21 Sa 74/10

Der Kläger hatte von seinem Arbeitgeber ein Zeugnis mit einer guten Leistungs- und Verhaltensbeurteilung erhalten. Jedoch störte ihn die Schlussformulierung in seinem Zeugnis. Dort stand am Ende lediglich "Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute". Insoweit vertritt er die Auffassung, einen Anspruch auf eine vollständige Schlussformulierung zu haben, da eine fehlende bzw. unzureichende „Wunschformel“ regelmäßig ein besonders gutes Zeugnis entwerte. Aus dem vollständigen oder teilweise Fehlen von Schlussformulierungen im Arbeitszeugnis zögen viele potentielle Arbeitgeber regelmäßig negative Schlussfolgerungen. Jedenfalls aber entwerte der vorliegend von der Beklagten knapp formulierte Schlusssatz, der weder Dank für die bisherige Zusammenarbeit, noch ein Bedauern seines Ausscheidens beinhalte, deutlich die aus dem übrigen Zeugnistext zuvor hervorgehende gute Leistungs- und Führungsbeurteilung seiner Person. Der Kläger beantragte daher, ihm einer neues Zeugnis mit der Schlussformulierung „Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute“ zu erteilen ...

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