LG Bonn: Angestellter macht sich durch Weitergabe von Telefonverbindungsdaten strafbar

Ein in einer Führungsposition stehender Angestellter macht sich wegen Verletzung des Fernmeldegeheimnisses strafbar, wenn er die telefonischen Verbindungsdaten von Mitarbeitern und Journalisten an ein Sicherheitsunternehmen herausgibt. Dies gilt auch dann, wenn Grund für die Weitergabe der Vorwurf gegenüber einem Mitarbeiter ist, der angeblich sensible Informationen an die Medien übergeben haben soll (LG Bonn, Urt. v. 30.11.2010 - Az.: 23 KLs 10/10).

Inhaltlich geht es bei dem Urteil um die in der Öffentlichkeit als "Telekom-Datenschutz-Affäre" bekannt gewordenen Ereignisse.

Bei dem Angeklagten handelte es sich um den Chef der Konzernsicherheit der Deutschen Telekom. Diesem wurde Betrug, Untreue und Verletzung des Fernmeldegeheimnisses vorgeworfen. Er soll zum einen im Auftrag der Telekom Telefonverbindungsdaten von Mitarbeitern und Journalisten an ein externes Sicherheitsunternehmen gegeben haben, um herauszufinden, welcher Mitarbeiter sensible Informationen des Unternehmens an die Medien weitergeleitet hat. Dafür soll ihm ein Betrag von fast 200 ...

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