Abfindung - wie kann ich eine möglichst hohe durchsetzen? (Teil 2)

In den meisten Fällen resultiert die Abfindungszahlung aus einem vor dem Arbeitsgericht geschlossenen Vergleich. Der Arbeitgeber hat im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses im Regelfall ein hohes Prozessrisiko: Wird die Kündigung des Gebers durch das Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, muss der Arbeitgeber nicht nur für die Dauer des gesamten Gerichtsverfahrens dem Arbeitnehmer den vollen Lohn zahlen, ohne dass dieser für den Arbeitgeber gearbeitet hat (Verzugslohn). Anschließend muss der Arbeitnehmer zu den gleichen Konditionen von dem Arbeitgeber weiter beschäftigt werden. Dieses ist nicht nur wirtschaftlich für den Arbeitgeber ein unerwünschtes Ergebnis, vielfach sieht er es auch als persönliche Niederlage an, wenn der gekündigte Arbeitgeber nach einem Jahr Gerichtsverfahren freudestrahlend wieder in die Firma kommt und allen Kollegen erzählt, dass er gegen den Chef gewonnen hat, ein Jahrverzugslohn erhalten hat und nun fröhlich weiter arbeiten werde.

Dieses wirtschaftliche und persönliche hohe Risiko eines verlorenen Kündigungsschutzprozesses führt häufig dazu, dass sich der Arbeitgeber von diesem Risiko" freikaufen" möchte, indem er dem Arbeitnehmer eine Abfindung anbietet und dieser im Gegenzug die Kündigung akzeptiert. Die Höhe der auszuhandelnden Abfindung ist selbst verständlich umso höher, je größer das Prozessrisiko des Arbeitgebers ist. Insofern bedarf es einer durchdachten Verhandlung Strategien, um ein möglichst gutes Verhandlungsergebnis herauszuholen. Dabei empfiehlt es sich, die Verhandlungsführung komplett in die Hände eines erfahrenen Fachanwaltes zu geben, da unbedachte Äußerungen gegenüber dem Arbeitgeber riechende Verhandlungsposition erheblich schwächen können ...

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