"Ich bin kein böser Mensch, ich kann die Kurve noch kriegen"

Hätte er nicht zufällig in Würzburg in einem Gebüsch eine Schreckschusspistole gefunden, es wäre nie zu dem bewaffneten Überfall auf einen Erotik-Shop in Kitzingen gekommen. Das gab ein 19-Jähriger zu Protokoll, der vom Amtsgericht Würzburg wegen schwerer räuberischer Erpressung zu drei Jahren und neun Monaten Jugendstrafe verurteilt wurde.

Seinem Opfer konnte der Heranwachsende vor Gericht kaum in die Augen sehen: "Was ich ihnen angetan habe, ist unverzeihlich", sagte der 19-Jährige, nachdem die Verkäuferin des Kitzinger Sexshops ihre Aussage gemacht hatte. Sie leidet heute noch unter Angstzuständen und kann derzeit ihren Beruf nicht ausüben. "Nach dem Überfall bin ich zusammengebrochen. Das kommt immer wieder hoch", sagte die 33-Jährige. Sie wurde offenbar auch bei ihrer Vernehmung durch die Polizei nicht gerade sanft behandelt, weil die Beamten sie zunächst für eine Komplizin des 19-Jährigen hielten.

Zu ihrem Auftritt als Zeugin vor Gericht musste sie vom Vorsitzenden des Jugendschöffengerichts erst überredet werden, so groß war ihre Angst. Richter Bernd Krieger hält es für wichtig, dass sich Täter und Opfer im Rahmen der Gerichtsverhandlung gegenüber stehen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK