Arbeitgeber muss Lehrern Lehrbücher bezahlen

Lehrer können verlangen, dass ihnen notwendige Lehr- und Unterrichtsmittel kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Geschieht dies nicht, muss der Arbeitgeber, meist also das jeweilige Land, die Kosten selbst beschaffter Bücher ersetzen, heißt es in einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Niedersachsen in Hannover (AZ: 8 Sa 1258/10).

Der klagende Lehrer unterrichtete Mathematik im fünften Schuljahr einer Hauptschule. Nach einem Beschluss der Fachkonferenz der Schule sollte er hierfür ein bestimmtes Lehrbuch verwenden. Sowohl die Stadt als Schulträger wie auch das Land Niedersachsen als Arbeitgeber gaben sich überzeugt, dass ihm dieses Buch kostenlos zur Verfügung stehen muss, meinten allerdings beide, dass jeweils der andere zahlen müsse. Schließlich sei die Stadt für die Sachmittel einer Schule verantwortlich, argumentierte das Land; die Stadt dagegen wollte das Buch dem persönlichen Bedarf des Lehrers und somit den vom Land zu tragenden Personalkosten zugerechnet wissen. Kurz vor Schulbeginn bestellte der Lehrer das Buch für 14,36 € schließlich selbst – und verlangt nun die Erstattung der Kosten ...

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