Wie teuer wird die Kündigung eines Fertighaus-Vertrags?

Ein Bauherr kann jederzeit und grundlos den einmal geschlossenen Bauvertrag kündigen. Allerdings ist das für ihn nicht ganz billig. Der gekündigte Unternehmer kann nämlich in diesem Fall die volle vereinbarte Vergütung abzüglich seiner ersparten Aufwendungen verlangen. Wurde der Bau noch nicht begonnen, so wird sich der Unternehmer häufig für den einfacheren Weg entscheiden, der ihm § 649 BGB bietet. Danach wird in einem solchen Fall "vermutet, dass dem Unternehmer 5 % der auf den noch nicht erbrachten Teil der Werkleistung entfallenden vereinbarten Vergütung zustehen. Gerade bei Fertighaus - oder Ausbauhausverträgen verwenden allerdings die Anbieter vorformulierte Vertragsbedingungen, in denen deutlich höhere Prozentsätze im Falle einer Kündigung verlangt werden. Der BGH (Urteil vom 5.5.2011, Baurechts-Report 2011,31) hatte sich mit der Frage der Wirksamkeit folgender Klausel zu befassen: "Kündigt der Auftraggeber den Werkvertrag, ohne dass dies der Auftragnehmer zu vertreten hat, kann der Auftragnehmer statt § 649 BGB für seine Aufwendungen und den entgangenen Gewinn eine Pauschale i.H.v. 15 % des vereinbarten Gesamtpreises verlangen ...

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