Fall Kachelmann: Wird es wirklich langsam lächerlich?

© Gerd Altmann / pixelio.de

So jedenfalls lautet die Schlagzeile des Kollegen Thomas Stadler, Fachanwalt für IT-Recht und für Gewerblichen Rechtsschutz, in seinem durchaus viel beachteten Blogeintrag (Internet-Law » Bei Kachelmann wird es langsam lächerlich).

Seine Thesen:

Prof. Ralf Höcker als Vertreter des Wettermoderators Jörg Kachelmann „beglücke“ die Aussenwelt regelmässig mit Meldungen über neue Unterlassungsverfügungen im einstweiligen Rechtsschutz. Das Landgericht Köln könne mit seiner Entschädigung, einer amtierenden Staatsanwältin zu untersagen, die Nebenklägerin aus dem Kachelmann-Prozess weiterhin als „Opfer“ oder „Geschädigte“ zu bezeichnen, über das Ziel hinausgeschossen sein. Es sei fraglich, ob die Kanzlei des Prof. Höcker die Nebenklägerin als „Erfinderin des Vergewaltigungsvorwurfs“ bezeichnen dürfe. Die ständigen Unterlassungsverfahren des Jörg Kachelmann bedienen allenfalls den „Streisand-Effekt“, führen also dazu, dass eine unerwünschte Information gerade nicht unterdrückt, sondern sogar besonders bekannt gemacht werde.

Überwiegend teile ich die Ansichten des Kollegen Stadler, und trotzdem möchte ich sie gerne ein wenig ergänzen:

Gerade der Fall Kachelmann ist davon geprägt, dass insbesondere diejenigen Informationen und Stellungnahmen, die im Internet verbreitet werden, sehr schnell weitergegeben, zitiert und kopiert werden – und häufig ist es so, dass solche Informationen, die dann später freiwillig oder unfreiwillig aus dem Netz verschwinden, zu diesem Zeitpunkt schon ein Eigenleben entwickelt haben.

Ein Beispiel:

Ganz zu Beginn des Falles Kachelmann gab sein Unternehmen eine Presseerklärung heraus. Diese ist längst aus dem Internet verschwunden, doch trotzdem hat sie nicht unerhebliche Spuren hinterlassen, zB. hier: http://netplosiv ...

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    welt.de - Deutschlands bekanntester TV-Wetterexperte Jörg Kachelmann bleibt vorerst wegen Verdachts auf Vergewaltigung im Gefängnis. Das sagte der Sprecher des Amtsgerichts Mannheim nach einem mehrstündigen Haftprüfungstermin. Auf dem Weg aus dem Gericht hatte ein lachender Kachelmann ein paar Worte für die wartenden Kameras übrig.

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