Das Nichts - das veröffentlichte Nichts - und die Reaktionen darauf - Mechanismen der Familienpolitik

Das Rauschen war groß im Blätterwald. Angeblich hätte der BGH den Stab über den alleinerziehenden Müttern gebrochen, diese müssten nun ganz rasch wieder ganztags arbeiten. So ging es letzte Woche durch die Medien. Wir hatten hier bereits gepostet, dass am Urteil nichts Neues dran war, sondern der BGH die in diesem Urteil ausgesprochene Linie seit Jahren fährt - und das mit der Arbeitsverpflichtung nichts so heiß gegessen wird wie gekocht. Interessant aber, dass nun auf einmal die Politik aktiv wird: Bayerns Familienministerin Beate Merk will das Unterhaltsrecht nachbessern - schreibt die Welt heute in ihrer Online-Ausgabe. Gesellschaftspolitik dürfe nie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen, die Möglichkeiten der Eigenbetreuung müssten wieder verstärkt werden. Nun gut - aus dieser Ecke war was zu erwarten - Bayerische Familienpolitik ist eine laute Angelegenheit, und offenbar muss Frau Merk in den Ferien Stallwache in München halten. Aber damit nicht genug: Beck-Aktuell berichtet heute, auch das Bundesjustizministerium "prüfe Nachbesserungen beim Unterhaltsrecht". Was da geprüft wird, bleibt zwar im Dunkeln, ebenso wie lange man vor hat, da vor sich hin zu prüfen ...Zum vollständigen Artikel


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