Muss der Arbeitgeber für durch Arbeinehmer verursachte Blechschäden blechen?

Eine Haftung des Arbeitgebers (AG) für nicht von ihm, aber von seinem Arbeitnehmer (AN) verschuldete Verkehrsunfälle stützt das Bundesarbeitsgericht (BAG) auf § 670 BGB. Entgegen der üblichen Formel “Aufwendungen werden gemacht, Schäden werden erlitten” gewährt das BAG grundsätzlich einen Aufwendungsersatzanspruch, da sich der AN nur deswegen freiwillig in eine Gefahrenlage begibt, um eine Arbeitsleistung für den AG zu erbringen.

Dies unter zwei – ungeschriebenen – weiteren Voraussetzungen: Der Schaden muss in Vollzug einer gefährlichen Tätigkeit eingetreten sein und der eingetretene Schaden musste außergewöhnlich, mithin insb. nicht durch die Vergütung bereits abgegolten sein. Hätte der AG also für die Fahrt des AN ansonsten ein eigenes (Firmen-)Kfz einsetzen müssen, kommt ein Aufwendungsersatzanspruch des AN gegen den AG bezüglich des Schadens am Kfz des AN in Betracht. Der AG soll das Unfallrisiko nicht auf den AN abwälzen können, vgl. BAG, Urteil vom 28.10.2010 – 8 AZR 647/09.

Wie kann der AG diesem Haftungsrisiko begegnen, sofern er nicht auf eigene Kfz zurückgreifen kann oder will?

1. Es kann eine Dienstreise-Kaskoversicherung durch den AG abgeschlossen (und bezahlt) werden. Der Streit reduziert sich dann auf eine ggf. vereinbarte Selbstbeteiligung sowie die “Nebenkosten”.

2. AG und AN vereinbaren unter Zubilligung einer zusätzlichen, die Betriebskosten übersteigende Vergütung, dass der AN eine Vollkaskoversicherung abzuschließen hat ...

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