Studie: Korruption bei europäischen Unternehmen weit verbreitet

Schmiergelder, Geschenke und „Unterhaltungsprogramme“ sind für 17 Prozent der Mitarbeiter großer Unternehmen in ganz Europa akzeptable Mittel, den Umsatz zu steigern. In Deutschland bezeichnen immerhin noch 12 Prozent solche Maßnahmen als gerechtfertigt. Besonders ausgeprägt ist die Bereitschaft zu „Geldgeschenken“ in Griechenland und Russland, am ehrlichsten geht es dagegen in Frankreich und Norwegen zu. Europaweit geben zwei Drittel der Befragten an, dass Korruption in ihren Ländern nach wie vor gängige Praxis ist – besonders hoch ist der Anteil in den Emerging Markets. In Deutschland sind 45 Prozent der Beschäftigten der Meinung, dass es im Geschäftsleben häufig zu Korruption kommt. Etwa 60 Prozent aller Befragten gehen davon aus, dass es ihre Führungskräfte in schwierigen Zeiten mit der Moral nicht so genau nehmen, um geschäftliche Ziele zu erreichen. Diese Meinung teilen sogar 78 Prozent der befragten Vorstände und Geschäftsführer. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter 2300 Beschäftigten aus 25 europäischen Ländern. (http://www.ey.com/DE/de/Newsroom/News-releases/20110718-Korruption-bei-europaeischen-Unternehmen-weit-verbreitet) „Offenbar gibt es immer noch erhebliche Unterschiede zwischen den Anti-Korruptions-Bemühungen, mit denen viele Unternehmen sich brüsten, und der Praxis im Unternehmensalltag“, stellt Stefan Heißner fest, Leader Fraud Investigation & Dispute Services EMEIA Central Zone bei E&Y. „Angesichts der immer schärferen Rechtslage in wichtigen Ländern, in denen diese Unternehmen aktiv sind, ist das nicht ungefährlich – zum Beispiel in Großbritannien und Spanien.“ Korruption bei deutschen Unternehmen weniger verbreitet Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Korruptions-Toleranz und der Intensität, mit der die Unternehmen in den verschiedenen Ländern unter der Krise gelitten haben ...

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