Kunde muss Handyrechnung über knapp 15.000 € bei Prepaid-Vertrag nicht zahlen

Eigener Leitsatz:

Der Nutzer eines "Prepaid"-Mobilvertrags muss nur den vertraglich vereinbarten Preis für die Nutzung des Dienstes eines Mobilfunkanbieters zahlen. Eine Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur automatischen Wiederaufladung kann nicht so verstanden werden, dass mehr als eine einmalige Wiederaufladung in Höhe von 10 � vor dem erneuten aktiven Wiederaufladen gewünscht war. Die bessere Kostenkontrolle, die bei einem "Prepaid"-Modus im Gegensatz zu einen �Postpaid�-Tarif beabsichtigt wird, ist sonst nicht möglich. Vorliegend waren durch eine GPRS-Daten-Verbindung innerhalb von nur zwei Tagen Kosten von gesamt 14.727,65 � aufgelaufen. Der Mobilfunk-Anbieter klagte hiervon einschließlich Nebenkosten über 15.000 � ein. Der Kunde musste nur 10 � an den Kläger bezahlen. Der Kläger wurde verurteilt sämtliche Kosten des Verfahrens zu tragen.

Landgericht Berlin

Urteil vom 18.07.2011

Az.: 38 O 350/10

Tenor: 1. Der Beklagte wird verurteilt, 10,00 � nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 24.07.2010 an die Klägerin zu zahlen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 2. Die Klägerin hat die Kosten des Rechtestreits zu tragen. 3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar, für den Beklagten nur gegen Sicherheitsleistung in Höhe der jeweils beizutreibenden Kosten zuzüglich 10 % hiervon. Der Beklagte darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung von 12,00 � abwenden, wenn nicht die K1ägerin vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe des jeweils zu vollstreckenden Hauptsachebetrages zuzüglich 10 % hiervon leistet.

Tatbestand: Die Parteien streiten um die Begleichung einer Mobiltelefonrechnung im "Prepaid"-Modus. Die Klägerin bot den Anschluss von Mobilfunkverträgen entweder als "Prepaid"-Tarif oder als "Postpaid"-Tarif an ...

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