Gesundheitssysteme anderer Länder: Griechenland

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Bernd Rosin-Lampertius, Geschäftsführer der GO GmbH,berichtet über das Gesundheitssystem Griechenlands:

„Obwohl der medizinische Standard in Griechenland sehr hoch ist, zählt das griechische Gesundheitssystem zu den schlechtesten in Europa. Die gute medizinische Ausbildung sowie die einwandfreien hygienischen Zustände können die strukturellen Defizite nicht ausgleichen. Was wenig bekannt ist, das Gesundheitssystem hat erheblichen Anteil an der gegenwärtigen Krise Griechenlands. Denn die Krankenhäuser nehmen einen beträchtlichen Anteil des Staatshaushaltes in Anspruch, weshalb Athen die dort angehäuften Schulden vor der EU versteckte. Nach der Entdeckung schnellten die offiziellen Defizitzahlen dann auch drastisch nach oben.

Finanziert wird das Gesundheitssystem durch Sozialbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Der Gesamtbetrag der Arbeitgeber liegt bei 5,1 % und der der Arbeitnehmer bei 2,55 % des Bruttoverdienstes. Für Erwerbstätige, die vor dem 31. Dezember 1992 versichert sind, gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze von etwa 2.100, – €, für die danach Versicherten keine.

Die Leistungen des staatlichen Gesundheitsdienstes sind für die Versicherten sowie deren Familienangehörige kostenlos. Das gilt auch für ärztliche Behandlungen in zugelassenen Praxen und Kliniken. Nichts zuzahlen müssen Patienten für die zahnärztliche Behandlung sowie die allgemeinen und speziellen Analysen in den Laboren der IKA ...

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