Fahrradfahrer haftet zu 100 % / Fahrradfahrer auf der falschen Geh- und Radwegseite Urteil des Amtsgerichts Cuxhaven vom 28.05.2010, 5 C 679/09 – Rechtsanwalt Ulf Grabow aus Cuxhaven

Fahrradfahrer haftet zu 100 % / Fahrradfahrer auf der falschen Geh- und Radwegseite

Urteil des Amtsgerichts Cuxhaven vom 28.05.2010, 5 C 679/09 – Rechtsanwalt Ulf Grabow aus Cuxhaven

Der Kläger beabsichtigte mit seinem Kfz von einem Grundstück auf den Westerwischweg in Cuxhaven einzubiegen. Während er sich auf dem Geh- und Radweg befand, kam es zu einer Kollision mit dem sich von rechts – auf der falschen Straßenseite – auf dem Fahrrad nähernden Beklagten, als dieser an dem Fahrzeug des Klägers vorbeifuhr.

Der Kläger behauptet, er habe sich langsam über den Geh- und Radweg an den Westerwischweg in Cuxhaven herangetastet. Dem Beklagten wäre es möglich gewesen, das Fahrrad anzuhalten. Durch das Vorbeifahren mit dem Fahrrad an seinem Kfz sei ein Schaden am vorderen Stoßfänger entstanden.

Der Beklagte behauptet, der Kläger sei rasant von dem Grundstück an dem Westerwischweg in Cuxhaven herangefahren. Er sei gezwungen gewesen, dem Fahrzeug in letzter Sekunde auszuweichen. Er habe sich dabei auf der Motorhaube abstützen müssen.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht Ulf Grabow aus Cuxhaven teilt mit, dass das Amtsgericht Cuxhaven eine Haftung des Fahrradfahrers zu 100 % für angemessen hielt.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Beklagte haftet zu 100 %, da er den Radweg entgegen der Fahrtrichtung benutzte, an dem Fahrzeug des Klägers vorbeifuhr und dadurch die Schäden an dem Stoßfänger verursachte.

Der Beklagte hat gegen § 2 Abs. 4 StVO verstoßen. Aus § 2 Abs. 4 StVO folgt, dass links verlaufende Radwege, die nicht entsprechend gekennzeichnet sind, für die beabsichtigte Fahrtrichtung gesperrt sind. Vorliegend ist der Beklagte entgegen der Fahrtrichtung auf dem Fahrradweg gefahren ...

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