Direkter Anschlussflug

Soweit ein Fluggast zwei nacheinander geschaltete Flüge bucht, sind die Flüge ohne Schaffung einer Abhängigkeit durch das Luftfahrtunternehmen nicht als Einheit zu werten, so dass der zweite Flug nicht als direkter Anschlussflug des ersten Fluges angesehen werden kann.

Nach Auffassung des Amtsgerichts Nürtingen setzt Art. 2 h) der FluggastVO voraus, dass von einem “direkten Anschlussflug” nur dann gesprochen werden kann, wenn zwischen einem Erstflug, (hier Palermo/Mailand) und dem Zweitflug (hier Mailand/Stuttgart) ein planmäßiger Zusammenhang von vornherein derart hergestellt wurde, dass zwischen beiden Flüge bei der Planung der Flüge durch das betreffende Luftfahrtunternehmen eine derartige Abhängigkeit hergestellt wird, dass der Zweitflug als Anschlussflug auf den Erstflug zu warten hat. Dies ist bei dem von der Klägerin vorgetragenen Sachverhalt mit Sicherheit nicht der Fall. Dem Flug Palermo nach Mailand war die Flugnummer … zugeordnet, planmäßig durchgeführt von Lufthansa, der Beklagten, dem Flug von Mailand nach Stuttgart war die Flugnummer … zugeordnet, planmäßig durchgeführt von C.

Das Gericht geht davon aus, dass auf dem Flughafen Mailand zwischen der planmäßigen Ankunft des Fluges Palermo /Mailand) und dem Abflug des Fluges nach Stuttgart eine Vielzahl von weiteren Flugzeugen landete und die Passagiere der landenden Flugzeuge für den Fall, dass sie von Mailand weiterreisen wollen, sich unabhängig von ihrem bisherigen Flug auf eine Vielzahl von Weiterflügen verteilen ...

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