Die im Winter gegossene Bodenplatte

Muss ein Auftragnehmer erkennen, dass die von ihm vertragsgemäß errichtete Bodenplatte wegen einer Bauzeitverzögerung im Winter der Gefahr von Rissebildung ausgesetzt sein wird, kann er verpflichtet sein, den Auftraggeber entsprechend zu informieren.

Kommt er dieser Pflicht nicht nach, löst das keine Gewährleistungsansprüche, sondern Schadensersatzansprüche wegen Verletzung einer Aufklärungspflicht aus.

Die Verletzung dieser Hinweispflicht kommt etwa in Betracht, wenn der Bauunternehmerin bereits zu Beginn des Sommers bewusst war, dass sie ihren Zeitplan wohl nicht einhalten werde und daraus entnehmen konnte, dass die Bodenplatte im Winter nicht vollständig überbaut sein werde.

Auf dieser Grundlage kann eine Gewährleistungspflicht der Bauunternehmerin nicht bestehen ...

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