LAG Hamm: Mehr Geld für Minijober?

Minijobber haben Anspruch auf den gleichen Bruttolohn wie Vollbeschäftigte. Nach Überzeugung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hamm gilt das jedenfalls dann, wenn Tarifverträge oder tarifähnliche Regelungen nichts anderes vorsehen, wie das LAG am Dienstag, 02.08.2011, mitteilte (AZ: 18 Sa 2049/10). Es bestätigte damit Angaben der Gewerkschaft Verdi vom Vortag zu einer Niederlage des katholischen Caritasverbandes in Nordrhein-Westfalen.

Laut Gesetz dürfen Teilzeitbeschäftigte nicht benachteiligt werden. Im Gegensatz zu regulär Beschäftigten müssen Minijobber allerdings keine Steuern und Sozialabgaben abführen. Dies übernimmt pauschal der Arbeitgeber. Daher ist umstritten, ob Minijobber nur Anspruch auf den gleichen Nettolohn oder trotzdem auf den gleichen Bruttolohn haben. Nach ihren tarifähnlichen Arbeitsvertragsrichtlinien zahlte die Caritas früher den gleichen Nettolohn aus, inzwischen trat eine Kompromissformel in Kraft.

Wie nun das LAG Hamm zu einer Übergangsregelung im Jahr 2010 entschied, haben die Minijobber aber Anspruch auf den gleichen Bruttolohn – selbst dann, wenn dies netto einen höheren Stundenlohn bedeutet, als ihn die Vollbeschäftigten bekommen ...

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