Sex auf Dienstreise: Ein Arbeitsunfall?

Eine australische Regierungsangestellte verlangt vom dortigen Unfallversicherungsträger ComCare Entschädigung, weil ihr während einer Dienstreise beim Sex in einem Motel ein gläserner Lampenschirm ins Gesicht fiel. Dieser war vom Kopfende des Bettes auf sie herabgestürzt und hatte der Frau Verletzungen an Nase, Mund und Gebiss zugefügt. Außerdem klagt sie über psychische Folgen des Unfalls. Weil ComCare den Anspruch ablehnt, muss sich nun ein Gericht in Sydney mit der Angelegenheit befassen. Das berichtet Spiegel Online.

"Normaler Vorfall" oder "ihr eigener Spaß"?

Die Klägerin argumentiert, der Unfall habe sich bei einem "normalen Vorfall, der üblicherweise nachts in Motelzimmern stattfindet" ereignet. Ihr Anwalt ergänzt: Sie sei auch nicht verpflichtet gewesen, eine offizielle Erlaubnis einzuholen, um mit jemandem ihr Hotelbett zu teilen. "Wir leben schließlich nicht mehr in den zwanziger Jahren" zitiert Spiegel Online ihren Prozessbevollmächtigten.

ComCare sieht das anders. Der Geschlechtsverkehr sei nicht Teil der Dienstreise gewesen, sondern "ihr eigener Spaß". Daher werde man die Abweisung der Klage beantragen: Regierungsangestellte müssten etwas essen, schlafen und Körperpflege betreiben können, aber "man braucht keinen Sex zu haben" ...

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