Erfolgreicher Revision: Differenz zwischen Urteilstenor und Urteilsbegründung

Revision / Strafverteidigung / gefährliche Körperverletzung / Urteilstenor BGH, Beschluss vom 8. Juni 2011, Az.: 4 StR 196/11

Der Angeklagte wurde vom Landgericht Hagen wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Urteilsformel beträgt die Strafe drei Jahre, laut Urteilsgründen ist eine Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten tat- und schuldangemessen. Auf diese Divergenz stützt sich die Revisionsbegründung.

Die Strafkammer des Landgerichts hat sodann erklärt, dass es sich bei der Angabe in den Urteilsgründen lediglich um einen Schreibfehler handele und die Strafe von drei Jahren dem Ergebnis entspreche.

Dazu führte der BGH aus:

„Die in der Urteilsformel genannte Freiheitsstrafe von drei Jahren kann nicht bestehen bleiben. Sie wird von den Erwägungen zur Strafzumessung nicht getragen, die – für sich betrachtet – rechtsfehlerfrei sind ...

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