Neue Erkenntnisse der Berliner U-Bahn-Tat

Ob das auch in der Bild-Zeitung und den vergleichbaren Blättern steht, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind?

Man erinnert sich an den öffentlichen Aufschrei nach der Attacke in einer Berliner U-Bahn-Station. Zu sehen ist ein Jugendlicher, der einen Erwachsenen krankenhausreif geschlagen hat. Ohne Grund. Die Staatsanwaltschaft stellte flugs ein Video ins Netz, um angeblich gezielt nach dem Täter fahnden zu können.

Der Haftrichter sah keinen Grund für den Vollzug eines Haftbefehls und entließ den Jugendlichen bis zur Hauptverhandlung

Was folgte war ein Aufschrei der Empörung. Die Bild-Zeitung ließ den Richter steckbrieflich suchen. Und ansonsten das übliche Bild: Forderungen aus der konservativen Ecke nach mehr Polizei, mehr Überwachung, mehr Uniform. Wie immer halt.

Nur hat die ganze Sache einen kleinen Schönheitsfehler: Der Vorfall hat sich ein klein wenig anders ereignet: Dieses sehr anschauliche Video der Berliner Abendschau (das Video ist insgesamt sehenswert – der Tatablauf wird ab etwa 02:10 dargestellt) zeigt die von der Staatsanwaltschaft nicht gezeigten Sequenzen. Bewertet man dies, dann bleibt es natürlich eine brutale Gewalttat, keine Frage. Der erste verbale Angriff geht auch scheinbar von dem Täter aus. Nach dieser Verbalattacke aber geht das spätere Opfer aktiv und sehr offensiv zum Angriff über ...

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