Einheitliche europäische Lebensmittelkennzeichnung beschlossen

Seit mehr als drei Jahren wird bereits darüber gestritten, ob und in welcher Form der Verbraucher über die Inhaltstoffe von Lebensmitteln informiert werden sollte. Nun hat sich das Europaparlament im Sommer diesen Jahres zu einem Kompromiss durchgerungen

Am Mittwoch, den 06.07. 2011 hat sich das Europäische Parlament in Straßburg in zweiter Lesung dafür ausgesprochen, dass die Nahrungsmittelindustrie künftig auf allen Lebensmittel- und Getränkeverpackungen die wichtigen Inhaltsstoffe deklarieren muss. Bisher waren die Angaben in den einzelnen Mitgliedstaaten freiwillig.

Hintergrund dieser verbindlichen Regulierung sind die negativen gesundheitlichen Folgen von Übergewicht in der Europäischen Union, maßgeblich bedingt durch eine falsche Ernährung. Allein in Deutschland leiden 70 Prozent aller erwachsenen Männer und 50 Prozent der Frauen an Übergewicht – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit und hohen Kosten für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft. Die Zusatzkosten für die medizinische Beseitigung von Fehlernährung werden in Deutschland auf 10 Milliarden Euro geschätzt. In anderen EU-Mitgliedstaaten sind die Zahlen ebenso alarmierend. Die EU-Kennzeichnungsverordnung soll dem Verbraucher helfen, gesundheitsbewusster einkaufen zu können.

Bestimmungen der EU-Kennzeichnungsverordnung im Einzelnen

- Nährwertkennzeichnung: In Form einer Tabelle auf der Rückseite der Verpackung haben die Hersteller kenntlich zu machen, wie viel Fette, gesättigte Fette, Zucker und Salz sie je 100 Gramm oder je 100 Milliliter enthalten. Um die Lesbarkeit der Angaben sicherzustellen, muss die Schrift mindestens 1,2 Millimeter hoch sein. Detaillierte Vorgaben zu Schrifttyp, Farbe oder Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund bestehen noch nicht, sollen aber von der Kommission ausgearbeitet werden ...

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