Nach U-Bahn-Attacke: Offenbar missbräuchliche Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Staatsanwaltschaft

Die Problematik staatsanwaltlicher Öffentlichkeitsarbeit in Ermittlungsverfahren war hier im Blog schon mehrfach Gegenstand der Debatte, muss aber nach jetzt in Berlin bekannt gewordenen Umständen erneut diskutiert werden. Wir erinnern uns an den Fall einer brutalen Attacke von angetrunkenen Jugendlichen auf einen erwachsenen Fahrgast auf einem Berliner U-Bahnhof. Das Opfer wurde zu Boden geschlagen und dann vom Angreifer mit Wucht auf den Kopf getreten. Die Empörung in der Berliner und bundesrepublikanischen Öffentlichkeit war groß, zumal es ja auch schon in anderen Städten zu ähnlichen Vorfällen gekommen ist.

Ausgangspunkt für die öffentliche Empörung, die sich bis zu persönlichen journalistischen Attacken auf den Richter fortsetzten, der dem Gesetz gemäß Haftverschonung gewährte (hier die Diskussion im Blog dazu), waren Aufnahmen der Videoüberwachungskamera, die die Staatsanwaltschaft zu „Fahndungszwecken“, also nach § 131 b StPO, an die Presse geleitet hatte ...

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