Anspruch auf einen Pflichtverteidiger bei Bußgeldsachen?

Das Oberlandesgericht Saarbrücken (OLG) hat mit Beschluss vom 30.08.2010 (Az.: Ss-Owi- 812/09) Pflichtverteidigerbeiordnung in Bußgeldsachen bei schwieriger Rechtslage entschieden. Im Fall ging es darum, dass legte die zuständige Behörde dem Betroffenen mit Bußgeldbescheid vom 24.06.2009 zur Last gelegt hat, am 20.05.2009 das Rotlicht einer Lichtzeichenanlage missachtet zu haben, wobei die Rotphase bereits länger als eine Sekunde andauerte. Dagegen wandte sich der der Betroffene mit seinem Einspruch ein. In der Folge zeigte ein Rechtsanwalt an, dass er als Verteidiger des Betroffenen beauftragt sei. Der auch gestellte Antrag, als Pflichtverteidiger beigeordnet zu werden, wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Dresden vom 26.10.2009 abgelehnt. Dagegen hat der Betroffene Beschwerde eingelegt, der nicht abgeholfen wurde. In der folgenden Hauptverhandlung erfolgte – ohne dass der Rechtsanwalt dabei war – eine Verurteilung zu einer Geldbuße in Höhe von € 200,00 und einem Fahrverbot von einmonatiger Dauer. Dagegen wendet sich der Betroffene mit der Rechtsbeschwerde ...

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