Zug überrollt Lebensmüden - Schmerzensgeld für den Lokführer!

Mehrere Hundert Menschen werfen sich jedes Jahr vor einen Zug, um ihrem Leben ein Ende zu machen, berichtet heute die Süddeutsche Zeitung, und nun geht ein Lokführer, der selbst einen dieser Lebensmüden überfahren hat her und verlangt Schmerzensgeld von den Hinterbliebenen des Getöteten. Ein unerhörter Vorgang? Ein Präzedenzfall, wie die Süddeutsche tituliert? Nichts von beidem! In München sind solche "Unfälle" bedingt durch das hier vorhandene dichte S-Bahn-System zwar nicht an der Tagesordnung, aber doch häufig. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass es im Berufsverkehr "wegen eines Notarzteinsatzes" auf der Stammstrecke zu erheblichen Verzögerungen kommt. Für die Lokführer ist das nicht einfach. Es kann jederzeit passieren, und sie sind machtlos. Wenn es passiert, sind die psychischen Belastungen erheblich, der Fahrdienst im S-Bahn-Betrieb eine Zeitlang nicht mehr möglich. Nach pyschotherapeutischer Betreuung werden die betroffenen Lokführer eine Zeitlang nicht mehr im S-Bahn-Tunnel eingesetzt, sondern im Rangierdienst, was zu erheblichen Einkommenseinbußen führt. Und die S-Bahn-München GmbH rät ihren Fahrern, diese Einbuße und eine Entschädigung für ihre psychische Beeinträchtigung auch geltend zu machen. Ich war in der näheren Vergangenheit zweimal damit befasst, solche Ansprüche zu verfolgen ...Zum vollständigen Artikel


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