Flugpassagierdaten – Recht im Absturz

Wie heise.de berichtet, kritisieren das Bundesinnenministerium und der Bundesdatenschutzbeauftragte weiterhin den Entwurf für das Flugpassagierdaten-Abkommen, welches derzeit zwischen der EU-Kommission und den USA verhandelt wird.

Ein Sprecher des Bundesinnenministerium habe bestätigt, dass Deutschland einen Prüfvorbehalt eingelegt habe, welcher fortbestehe.

Pull or Push?

Mit dem Ende Mai dieses Jahres vorgelegten Entwurf hatte die EU-Kommission empfohlen, am bisherigen Pull-Verfahren festzuhalten, welches die USA berechtigt, aus dem Passagiernamensregister (Passenger Name Record) einfach Daten von Flugreisenden abzurufen und zu kopieren.

Demgegenüber hatte das Europäische Parlament gefordert, das Abkommen auf das Push-Verfahren, in dem europäische Behörden die Daten selbst an die USA weiterleiten, und somit auf die Bekämpfung von Terrorismus und grenzüberschreitender Schwerkriminalität zu beschränken.

Lückenhafte Protokollierung

Im Zusammenhang mit einem geführten Rechtsstreit eines Vielreisenden gegen das Department of Homeland Security (DHS) hat sich zudem herausgestellt, dass nicht einmal vorgesehen ist, dass Datenabrufe durch das DHS protokolliert werden, so dass völlig unklar ist, in welchem Zusammenhang das DHS überhaupt Daten abruft ...

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