Achtung, Achtung, hier spricht die Datenschutzzentrale!

„Guten Tag, hier ist die Datenschutzzentrale Hamburg. Sie werden 500 € aus einem gerichtlichen Verfahren wegen eines Missbrauchs Ihrer Daten erhalten. Vorher müssen Sie nur 80 € an Nachnahmegebühren zahlen.“

So oder so ähnlich versuchen seit einiger Zeit dubiose Firmen mit dem Begriff „Datenschutz“ Bürger dazu zu bringen, Kontodaten preiszugeben und Geld an diese Firmen zu zahlen. Dahinter steckt ein dreister Betrug – von dem aber leider eine nicht unerhebliche Anzahl von Bürgern belästigt wird.

Datenschutz ad absurdum

Das Perfide an den Anrufen aus der angeblichen Datenschutzzentrale: Sie sagen, sie wollen einem Schadensersatz in Geld für einen Datenmissbrauch geben – und versuchen im gleichen Atemzug, einem Daten zu entlocken und wollen, dass man Geldbeträge überweist. Und dabei weiß man noch nicht einmal, woher der unerwartete Geldsegen eigentlich kommt.

Zwar sieht das BDSG in § 7 Abs. 1 Schadensersatzleistungen vor, wenn eine verantwortliche Stelle durch eine unzulässige Datenerhebung einem Betroffenen Schaden zufügt. Allerdings sollte man von dieser unzulässigen Datenerhebung zumindest schon einmal selbst gehört haben…

Und was macht eine Datenschutzzentrale?

Der mitdenkende Bürger sollte sich als erstes fragen: was soll eine Datenschutzzentrale denn überhaupt sein? Eine Einrichtung, die sich für den Datenschutz einsetzt? Oder die ihn womöglich bekämpft?

Fakt ist: eine Datenschutzbehörde verbirgt sich hinter dem Namen nicht. Zumal eine Behörde nicht von sich aus bei Bürgern anrufen würde und womöglich noch die Kontoverbindung erfragen würde. Auch eine Datenschutzberatungsfirma ruft nicht bei Bürgern an, um ihnen Fragen zu stellen und Kontodaten zu erfragen – oder angebliche Beratungsleistungen in Rechnung zu stellen. Vielmehr beraten seriöse Firmen die Bürger erst, wenn diese Kunden bei ihnen sind ...

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