KJM rügt Verstöße gegen den Jugendschutz bei Scripted-Reality-Produktion und Nachrichten

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im zweiten Quartal 2011 insgesamt 47 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt. Der größte Teil, nämlich 37 kommen aus dem Rundfunk, 10 aus dem Bereich Telemedien. Ein Großteil der Rundfunk-Verstöße beging immer die gleiche Scripted-Reality-Produktion „X-Diaries – love, sun & fun“, welche von RTL 2 ausgestrahlt wird.

Das Konzept dieser Scripted-Reality-Produktion ist, dass Laienschauspieler die von Drehbauchautoren vorgegebenen Handlungen nachspielen. Das erschließt sich insbesondere jüngeren Zuschauern allerdings nicht unbedingt. Ihnen wird der Eindruck vermittelt, es handle sich um „wahre“ Geschichten.Diese Geschichten bei X-Diaries erzählen die Erlebnisse deutscher Touristen in Urlaubsorten wie Rimini oder Ibiza. Die KJM stellte insgesamt 31 Fälle fest, in denen die Sendung gegen den Jugendschutz verstieß. Denn Verstoß begründete die KJM jeweils vor allem mit der aufdringliche Darstellung der Themen Sex und Alkohol und der derb-zotigen Sprachwahl. Aufgrund der für Heranwachsende nicht zu erkennenden Fiktionalität der Sendung ist eine sozialethische Desorientierung für unter 16-Jährige oder für unter 12-Jährige zu befürchten. Als Folge dieser häufigen Verstoße werden die Folgen jetzt vor ihrer Ausstrahlung zur Kontrolle vorgelegt ...

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