Gefährlicher Kaffeesatz-Leser

Auf Welt-Online ist ein Interview mit dem Psychologen Christian Lüdke zu lesen, der ein paar Stunden nach der Tat ein Psychogramm des (geständigen) Täters liefert. Ohne mit ihn gesprochen zu haben, ohne ihn überhaupt zu kennen, allein aufgrund von Informationen, die er aus den Medien gewonnen haben kann.

Psychologe Lüdke:

Aus seinen Äußerungen im Internet wissen wir … Das genau ist Teil seines Plans … Ihn treibt offensichtlich die Vision … Möglicherweise hat er schon frühzeitig erkennen müssen … Er distanziert sich von der Gesellschaft und zieht sich in seine radikale Fantasiewelt zurück. Mit seiner Tat verwandelt er das Gefühl von Ohnmacht in ein kurzeitiges Erleben von Allmacht. Das Gefühl, Herr über Leben und Tod zu sein.

Ich weiß ich, ob ich mich trauen würde, solche küchen-psychologischen Statements in aller Öffentlichkeit abzugeben. Wer auch nur den Hauch einer Ahnung von der Materie hat, über die Herr Lüdke hier spricht, wird wissen, daß diese Zitate (auch wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen sind) unter dem Begriff “Grober Unfug” nur noch ganz schwer zu fassen sind.

Aber Herr Lüdke setzt in diesem Interview noch einen oben drauf. Er stellt auf der Basis dieser Erkenntnisse die Diagnose:

Das ist [.. ...

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