Was Whistleblowing mit „Emmely“ zu tun hat

„Emmely“ war ja der Fall des Jahres 2010. Allerdings ging es nur um Klauen, nicht um Whistleblowing.

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Darunter versteht man, wenn ein Arbeitnehmer den Behörden – vor allem den Strafverfolgungsbehörden – das Verhalten des eigenen Arbeitgebers anzeigt.

Whistleblowing liegt auf einer gefährlichen Trennlinie: Manche halten Whistleblower für Helden. Sie decken Straftaten des Arbeitgebers auf, Sozialversicherungsbetrug, kriminelle Kartelle. Die Staatsanwälte finden das prima.

Die Arbeitgeber nicht. Das ist erst einmal offensichtlich, hat aber auch gute Gründe. Wenn jeder Spinner straflos eine Anzeige schreiben kann, kann man demnächst den Laden dicht machen. Ganz ehrlich: Die Arbeitswelt ist rechtlich so komplex, dass Arbeitnehmer nicht mehr durchschauen. „Sie zahlen keinen Mindestlohn“ – schwupp, Strafanzeige. Noch ein irrer Staatsanwalt, und Sie haben eine Hausdurchsuchung. Noch ein irrer Reporter, und Sie stehen damit in der Zeitung. Dass dann später kleinlaut zugegeben werden muss, dass der „Mindestlohn“ gar nicht geschuldet war, kriegt keiner mehr mit…

In Deutschland fliegen Whistleblower. Fristlos. Allgemein wird angenommen, das sei nicht gerechtfertigt, wenn die vorher alles versucht hätten, den Arbeitgeber auf sein Tun aufmerksam zu machen – vergeblich. Ausprobiert hat diese Verteidigung noch niemand in letzter Konsequenz, und wer will schon den Helden spielen ...

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