Zur Strafbarkeit des sog. „Skimmings“

2009 wurden laut dem Bundeskriminalamt allein in Deutschland „weit über 100.000 Menschen” Opfer sog. Skimming-Attacken, wobei der Schaden schätzungsweise 40 Millionen Euro betrug. Von Januar bis April 2010 wurden bereits mehr Fälle dieser „betrügerischen Geldautomatenkriminalität” registriert als im gesamten Jahr 2009. Für das Jahr 2011 ist ein weiterer signifikanter Anstieg zu befürchten.

Skimming ist das „Abschöpfen” von Daten aus einer Bank- oder Kreditkarte durch Auslesen des Inhalts des auf der Karte enthaltenen Magnetstreifens, um die Informationen anschließend auf einen Kartenrohling (sog. „White-Plastics”) zu übertragen und diesen in der Folge gemeinsam mit der ebenfalls ausspionierten – sei es unter Zuhilfenahme einer Kamera oder des Einsatzes einer Tastenfeld-Attrappe – persönlichen Identifikationsnummer (PIN) für Geldabhebungen im Ausland zu missbrauchen. Namengebend für diese relativ neue Form des „Zahlungskartenbetrugs” sind die dabei zum Einsatz kommenden Kartenlesegeräte, die sog. Skimmer. Die Geldabhebungen erfolgen dabei stets im Ausland, da EC-Karten deutscher Ausgabestellen mit einem besonderen Schutzmechanismus, dem sog. moduliert maschinenfähigen Merkmal ausgestattet sind, das Abhebungen unter Zuhilfenahme billiger Datenträger unmöglich macht.

Seit 01.01.2011 müssen alle europäischen EC- und Kreditkarten mit der sog. EMV-Chip-Technologie ausgestattet werden und sollen dadurch für mehr Sicherheit sorgen. Weil eine Umsetzung des EMV-Standards in diversen außereuropäischen Staaten nicht geplant ist, wird sich aber auch auf neu ausgegebenen Karten wieder ein Magnetstreifen befinden, um die internationale Einsatzfähigkeit dieser zu sichern ...

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