Die Weisheit des Gerichts

In einer Zivilsache (Amtshaftung) sitze ich gerade an einer Berufungsschrift. Nach der mündlichen Verhandlung hat das Gericht noch eine Schweigepflichtsentbindung eingeholt und dann erklärt, man werde wohl in die große Beweisaufnahme einsteigen, was insoweit auch nachvollziehbar ist, weil es eine Reihe von widersprüchlichem und streitigem Sachverhalt gibt. Die Mühe wollte sich das Gericht aber dann doch nicht machen, denn im Verkündungstermin verkündete es eine Entscheidung – nämlich ein Urteil.

Man hat die Angaben der Zeugen – ohne sie zu hören – einfach als wahr unterstellt und sich ferner Gedanken darüber gemacht, welche Annahmen sie hatten, wovon sie ausgingen und was sie sich dabei gedacht haben ...

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