Plauderstunde mit Christian Klar und dem Verfassungsschutz

Es war ein wenig ergiebiger Tag im Verfahren gegen Verena Becker. Drei Zeugen sollten über nähere Erkenntnisse zu Christian Klar, bzw. Verena Becker aussagen. Zwei Zeugen erschienen, beide zickten zierten sich aus unterschiedlichen Gründen aber erheblich. Außerdem gab es die bereits bekannte Entscheidung des BGH zur Beugehaft und einen Korb aus dem Bundesjustizministerium.

Als erster Zeuge kam Andreas K. der derzeit in einer baden-württembergischen Haftanstalt eine langjährige Haftstrafe verbüßt. Das Vorstrafenregister des gelernten Maurers umfasst 13 Punkte, darunter drei Banküberfälle, mehrere Körperverletzungen und einen Angriff auf einen Ermittlungsrichter. Andreas K. sieht sich dabei als Justizopfer, möchte ein Wiederaufnahmeverfahren erreichen und dokumentiert im Internet ausführlich seine Sicht seiner Verurteilungen.

2004 will er in der JVA Bruchsal als Häftling in der Bauabteilung gearbeitet und eine Mauer in der Wäscherei hochgezogen haben. Dabei habe er Christian Klar kennengelernt, der neben der Baustelle Wäsche gemangelt habe. In Pausen habe man Kaffee miteinander getrunken und sei ins Gespräch gekommen. K. habe von seinen Wiederaufnahmebestrebungen erzählt. Daraufhin hätten sich die beiden in der Zelle von Christian Klar auf “Kaffee und Kuchen” getroffen. Marmorkuchen sei es gewesen, erinnerte sich K.

Für das, was dort besprochen worden sein soll, gibt es mindestens zwei Versionen des Zeugen: Seine polizeiliche Vernehmung und die - teilweise widersprüchliche – Aussagen gestern. Im Kern soll folgendes passiert sein: Er erzählte Klar von seinem Verfahren und sagte, dass er unschuldig sei. Klar habe entgegnet, er sei auch unschuldig verurteilt, denn er habe den Generalbundesanwalt nicht erschossen. Warum er dann keine Wiederaufnahme betreibe, will K. gefragt haben ...

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